Hauptsorten

Blauburgunder und Müller Thurgau sind die zwei bedeutendsten Rebsorten. In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl von Spezialitäten angebaut worden. Der Konsument kann heute aus einer grossen Sortenvielfalt seinen Lieblingswein küren. Nachfolgend sehen Sie alle Rebsorten, welche im Gebiet angebaut werden.

Blauburgunder

Farbe: Rot
13’867 Aren Anbaufläche

Huaptsorten Baluburgunder Branchenverband St. Galler Wein

Der Pinot Noir stammt ursprünglich aus dem Burgund. Sein Anbau ist dort schon seit dem 4. Jahrhundert nachweisbar. Wegen seines jahrhundertelangen Anbaus in ganz Europa hat er viele verschiedene Namen und unterschiedliche Formen und Typen. Der Pinot Noir-Typ Cortaillod wurde im Jahre 998 erstmals in einem Dokument erwähnt, also rund 700 Jahre bevor Herzog Rohan diese edle Rebsorte in das Rheintal und die Bündner Herrschaft brachte. Der Blauburgunder ist auch heute noch die wichtigste Rotweinsorte im Kanton St. Gallen.

Müller-Thurgau

Farbe: Weiss
2’618 Aren Anbaufläche

Diese Rebsorte wurde 1882 von Prof. Dr. Hermann Müller, einem Schweizer Forscher aus dem Thurgau in Geisenheim gezüchtet. Aus der Kreuzung zwischen dem spätreifen, säurrreichen Rheinriesling und dem ebenfalls spätreifen grünen Sylvaner ergab sich die neue Sorte, der Riesling x Sylvaner. Schon früh rankten sich Gerüchte, die behaupteten, dass die Vaterschaft der Sorte unklar sei. Mit dem Aufkommen der genanalytischen Untersuchungen konnte um 1990 zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass Sylvaner nicht die Vatersorte war. Neuere DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die Sorte aus der Kreuzung Riesling x Madeleine Royale entstanden ist. Der Müller-Thurgau ist die wichtigste Weissweinsorte der Ostschweiz. Er wird oft noch als Riesling-Silvaner oder Rivaner bezeichnet.

Chardonnay

Farbe: Weiss
733 Aren Anbaufläche

Der Chardonnay stammt aus dem Burgund und ist eine natürliche Kreuzung zwischen der uralten Sorte Heunisch (Gouais blanc) und Pinot Noir. Seit altersher ist die Sorte auch in der Champagne verbreitet. Heute ist diese äusserst vielseitige Sorte eine der wichtigsten Weissweinsorten weltweit. Die sonnigen Steillagen der St. Galler Rebberge sind wie geschaffen für diese weisse Spezialität.

Sauvignon blanc

Farbe: Weiss
504 Aren Anbaufläche

Der Sauvignon blanc entstammt einer natürlichen Kreuzung von Traminer x Chenin blanc. Als Urheimat wird das Loiretal in Frankreich angenommen. Aus diesem Tal stammen heute noch hervorragende Weissweine. Sauvignon blanc gehört weltweit zur zweitwichtigsten Weissweinsorte. Im Kanton St. Gallen wurden anfangs der 90iger Jahre die ersten Rebberge mit dieser Sorte bestockt. Heute wird diese Spezialität in allen Regionen angebaut. Von Konsumenten wird das an Stachelbeeren erinnernde Aroma und die firsche, saftige Säure besonders geschätzt.

Merlot

Farbe: Rot
312 Aren Anbaufläche

Merlot gehört zu den ältesten europäischen Weintraubensorten. Schon im 14. Jahrhundert wurde sie im Bordeaux unter dem Namen Crabatut Noir erwähnt. Im Tessin ist sie seit 1905 dokumentiert und ist dort bis heute die wichtigste Rotweinsorte. In den vergangenen Jahren sind in mikroklimatisch günstigen Lagen etliche Weinberge mit dieser Sorte entstanden. Inzwischen ist Merlot sogar die am zweitmeisten angebaute Rotweinsorte im Kanton St. Gallen.

Johanniter

Farbe: Weiss
260 Aren Anbaufläche

Johanniter ist eine pilzwiderstandsfähige weiße Rebsorte mit einem grossen Qualitätspotential. Diese robuste Rebsorte wurde 1968 von Dr. J. Zimmermann aus den beiden Sorten Riesling und Seyve Villard gekreuzt. Sie ist auch sehr robust gegen Spätfröste. Die Weine des Johanniters sind frischfruchtig und ähneln der Muttersorte Riesling. Heute wird diese Sorte in allen St. Galler Weinregionen angebaut. Dank der geringen Krankheitsanfälligkeit wird sie von biologisch produzierenden Winzer sehr geschätzt.